Österreichische Weine

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Spitzenweine aus Österreich
(April 2004)

Literatur, Malerei, Architektur, Musik und Theater aus Österreich genießen Weltruf. Und überall dort, wo Kunst und Geist sich entfalten, wird gut gegessen und – natürlich – getrunken. Sprechen wir von letzterem, vom österreichischen Wein. Der Weinbau hat in Österreich eine lange Tradition. Zwar gab es mit dem "Glykol-Skandal" 1985 einen Niedergang der Weinkultur. Die darauf folgenden strengen Gesetze und Kontrollen und der Wille der Winzer führten jedoch zu einem neuen Qualitätsbewusstsein. Die Reputation des österreichischen Weinbaus hat sich danach entscheidend verbessert. Die Voraussetzungen in Österreich sind gut, liegt das Land doch im Übergangsbereich zwischen den nördlichen und südlichen Weinanbauzonen Europas. Die österreichischen Winzer verstehen diese Gegebenheiten gut zu nutzen. Sie haben sich der köstlichen Ambivalenz von Tradition und Fortschritt verschrieben. Man kann heute noch unter freundlicher Anleitung des Weinbauers in duftenden, dunklen Kellern stöbern, aber man kann auch in klinisch sauberen, präzisen Großbetrieben Köstlichkeiten verkosten. Gemeinsam ist beiden die Garantie für Qualität. Dafür sorgen nicht nur das strengste Weingesetz der Welt, sondern auch der Ehrgeiz und die Erfahrung der österreichischen Winzer.

Ob das auch wirklich zutrifft, kann man am besten durch Probieren herausfinden. Der Kellermeister der Weingilde, Jens Zepp, orderte deshalb eine Kollektion von wichtigen und bekannten Weinen österreichischer Spitzenwinzer und präsentierte sie den Weingildianern.

Bei den Weißweinen waren es ein ansprechender Grüner Veltliner, die am häufigsten angebaute Rebsorte in Österreich – ein Wein aus dem Kremstal vom Weingut Nigl. Der folgende Riesling entstammt der Wachau vom Weingut Jamek, einem der wohl bekanntesten Weißweinhersteller – das Pionier-Weingut in dieser Region. Dem folgte eine wahre Spezialität: ein Zierfandler aus der Thermenregion vom Weingut Stadlmann in Traiskirchen, ein Wein mit angenehmer Säure und Fülle, dessen Finessen sich erst beim zweiten Schluck offenbaren. Der Sauvignon Blanc, eine Rebsorte, die ihren Ursprung in Frankreich hat, kam aus der Südsteiermark vom Weingut Tement, einem Top-Weingut.

Der erste Rotwein war ein hervorragender Zweigelt vom Neusiedlersee, hergestellt von Josef Pöckl, einem national und international anerkannten Rotweinhersteller. Der folgende Zweigelt aus Deutschkreuz im Mittelburgenland vom ebenso renommierten Weingut Kirnbauer zeigte Kraft und Fülle. Der letzte der Weine war ein Blaufränkischer (Lemberger). Er kam aus dem Keller von Franz Weniger im Mittelburgenland, dem Guru der österreichischen Rotweinszene – ein Geschmackserlebis wie man es sich wünscht.

Obwohl die Probe nur einen kleinen Teil der Weinwelt Österreichs repräsentieren konnte, belegt sie, dass die österreichischen Winzer sich auf ihre Stärken besinnen, die naturgegebenen Ressourcen nutzen und dem Weinfreund eine vielfältige Palette von qualitativ hochwertigen Weinen anbieten können.

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