Weingut Bernhard Huber

5. September: Jahreshauptversammlung

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Ein Spitzenwinzer aus dem badischen Malterdingen und seine Weine
(Dezember 2007)

Eine ereignisreiche Zeit liegt hinter der Weingilde. Das Programm des Jahres 2007 konnte sich sehen lassen. Zum Jahresabschluss sollte dann nochmal etwas Besonderes geboten werden, wobei der Jahreszeit angepasst möglichst Rotweine im Mittelpunkt stehen sollten.

Was Rotweine betrifft, hat sich insbesondere ein Winzer aus dem Breisgau hervorgetan. Einer der besten deutschen Rotweinmacher ist unbestritten Bernhard Huber aus Malterdingen. Nicht umsonst wurde er vom Gault Millau WineGuide zum „Winzer des Jahres 2008“ gekürt. „Nur wenige haben die deutsche Rotwein-Revolution so stark inspiriert“, lobt Armin Diehl den badischen Winzer. Damit wurde zum ersten Mal ein Winzer aus Baden als „Winzer des Jahres“ geehrt. Bernhard Huber hatte 2007 nach Meinung vieler Verkoster eine der besten Rotweinkollektionen in Deutschland. Vor allem mit seinen Spätburgundern kam er in den vergangenen Jahren bundesweit in die Hitlisten. Aber auch seine Weißweine finden immer mehr Beachtung.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. So war es auch nicht verwunderlich, dass das Kerwehaus voll besetzt war. Auch viele Gäste waren erschienen, um die Weine eines so gelobten Winzers kennenzulernen.

Er gestand den Zuhörern gleich, dass er von Anfang an das gehobene Segment gesucht habe und dafür erhebliche Risiken eingegangen sei. Verrückt niedrige Erträge als Ergebnis intensiver Weinbergsarbeit mit einer extrem selektiven Auslese von Trauben mit höchster physiologischer Reife sind nach seiner Aussage der Schlüssel zum Erfolg. Günstig für seine Bemühungen, guten Rotwein zu erzeugen, ist das Terroir um Malterdingen und Bombach, in dem seine Trauben wachsen. Besteht es doch aus Muschelkalk, ähnlich den Böden im Burgund, dessen Pinot Noirs seine Vorbilder sind.

Voller Erwartungen ging es an die erste Probe, einen Auxerrois, der sich als eleganter Wein mit zarter Säure erwies. Fruchtig und intensiv im Geschmack war der folgende Riesling. Nach einem feinfruchtigen und doch nachhaltigen Muskateller (wohl eine der ältesten Rebsorten) folgte als Übergang zu den Rotweinen ein filigraner Rosé vom Spätburgunder.

Ein Spätburgunder von jungen Reben war der nächste Wein, mit harmonischer Frucht, eher ein Wein für alle Tage. Es folgte der „Malterdinger“, ein Spätburgunder aus 12- bis 20-jährigen Reben. Er zeigte schon mehr Finesse mit vielschichtigen Duft- und Geschmacksnuancen. Eine weitere Steigerung war der aromatische und nachhaltige Spätburgunder aus 20- bis 40-jährigen Reben. Den Abschluss bildete die Spätburgunder Reserve aus der Bombacher Sommerhalde: ein Wein mit großer Frucht, intensiver und reifer Entfaltung. Ein wirklich großer Wein!

Abschließend bleibt nur festzustellen, dass Bernhard Hubers Weißweine Top-Niveau haben und seine besten Rotweine mit den Pinot Noirs aus dem Burgund mithalten können. Für Weinfreunde ein würdiger Abschluss zum Jahresende.