Französische Weißweine

5. Dezember: Weine aus La Palma

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"Flüssige" Rundreise
(Januar 2005)

Frankreich ist auch heute noch das Weinland schlechthin. Nur in 12 der 96 französischen Departements wird kein Weinbau betrieben. Erzeugt werden im Schnitt jährlich rund 70 Millionen Hektoliter Wein. In Deutschland sind es etwa 10 Millionen. Die Vielfalt der in Frankreich produzierten Weine ist enorm. Sie haben ein hervorragendes Renommee und gelten in vielen Weinanbaugebieten der Erde als Vergleichsmaßstab. Die Weingilde probierte schon viele Weine aus unterschiedlichen Regionen, vorzugsweise aber die Roten. Diesmal lag das Interesse jedoch bei den Weißweinen.

Dass es in Frankreich gute und allerbeste Weißweine gibt, ist hinlänglich bekannt. Allerdings sind die großen Première Crus und Grand Crus heute zum Teil sehr teuer. Doch neben diesen fast unbezahlbaren Kostbarkeiten bietet das Land eine Fülle von preiswerten und nicht selten köstlichen Weinen. Eine Reise durch einige Weinanbaugebiete von Frankreich sollte klären, wie Weißweine schmecken, die auch für den "Normaltrinker" noch erschwinglich sind.

Die Weinreise begann im äußersten Süden Frankreichs, im Languedoc in der Côtes de Thonge mit einem Wein aus drei Rebsorten, der aufgrund seiner Fruchtnoten nach Schneeglöckchen (Perce-Neige) benannt wird. Ein hervorragender Einstieg. Danach folgten zwei Weine aus dem Südwesten. Ein Jurançon Sec, nicht weit von Lourdes, an den Hängen der Pyrenäen gewachsen, rund, kräftig und würzig, aus der dort heimischen Rebsorte Manseng. Danach ein Wein der Côtes de Saint-Mont, etwas weiter nördlich gelegen. Ein sehr gehaltvoller Wein, der ebenfalls aus drei dort heimischen Rebsorten hergestellt wird. Weiter nördlich wuchsen die Trauben für den nächsten Wein, einen Entre-deux-Mers aus dem Bordeaux vom Château Bonnet, der sich fruchtbetont und von leichterer Art präsentierte. Die Reise führte weiter an die Loire in die Umgebung von Tours, in die Touraine. Zur Probe stand ein fruchtbetonter Wein mit ausgeprägtem Sauvignon-Bukett. Der eine schwärmt davon, der andere ist weniger begeistert. So ist es mit dem Geschmack.

Die Bourgogne war das nächste Ziel. Ein Chardonnay aus Montagny von der Genossenschaft in Buxy zeigte sich sehr nobel und gehaltvoll. Beendet wurde die Weinreise in der weiter nördlich gelegenen Region um Chablis, in der einer der bekanntesten Burgunder gedeiht, der nur aus der Chardonnay-Traube erzeugt werden darf. Der Chablis Tradition der Domaine de Valery zeigte sich seiner noblen Herkunft würdig. Er präsentierte sich kraftvoll und körperreich. Ein guter Abschluss.

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