Ausflug ins Beaujolais

5. September: Jahreshauptversammlung

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Drei wunderschöne Tage im Beaujolais
(Juli 2006)

Beim Gildeabend im Januar stellte das Gildemitglied Praxedis Wagener Beaujolais-Weine vor. Das brachte einige der Anwesenden auf die Idee, man könne doch den Gildeausflug in diese Gegend machen. Daraufhin wurde Praxedis Wagener gebeten, sich um die Organisation zu kümmern. Nachdem Unterkunft und Winzerbesuche festgemacht waren, warteten alle auf den 21. Juli. Morgens um 6 Uhr trafen sich die 51 Ausflügler am Rolf-Engelbrecht-Haus. Sie wurden von Michael Lochbühler mit seinem Bus aufgenommen, und los ging’s.

An der Raststätte Elsass/Porte d’Alsace gab es ein Frühstücks-Picknick, bei dessen Vorbereitung Praxedis Wagener von Siegfried Weber und Ilse Schmiedel kräftig unterstützt worden war. Gegen 12 Uhr erreichte die Gruppe Verdun sur Doubs und ging zum Mittagessen in die Hostellerie de Bourgogne. Traumhaftes Wetter (35°C), wunderschönes Ambiente und hervorragendes Essen ließen hier schon die Frage nach der Weiterfahrt aufkommen. Und so dauerte die Pause schließlich so lange, dass einer der Nachmittagsprogrammpunkte gestrichen werden musste.

Erst um 15 Uhr ging es weiter nach Cluny. Dort gab es eine Abbé-Führung durch einen sehr kundigen und engagierten deutschsprachigen Führer. Danach wurden die Hotels in Juliénas angefahren. Um 20:30 fing das geplante abendliche Picknick an, für das die „Chefin“ des Weinguts Tête Lebensmittel und Wein organisiert hatte. Obwohl viele nachmittags gesagt hatten, sie hätten keinen Hunger mehr, blieben nur drei Melonen und ein Stückchen Butter übrig. Gegen 2 Uhr gingen die letzten ins Bett.

Samstag morgen war um 8:45 Abfahrt zum Château Pizay, bei dem die erste Weinprobe vorgesehen war. Dort gab es zuerst einen Schreck: Man hatte den Termin mit den Weinheimer Weinfreunden vergessen. Doch der Hoteldirektor hat das schnellstens ausgebügelt, indem er mit der Gruppe eine kleine Führung durch Schloss und Garten unternahm. Anschließend gab’s im längsten Keller des Beaujolais (80 m) die Probe. Durch den Keller führt übrigens auch ein Herbstmarathon des Beaujolais.

Vom Château Pizay ging’s weiter zu Guérin in Chénas, bei dem Moulin à Vent probiert werden konnte. Das anschließende Mittagessen im Les Platanes in Fleurie konnte leider nicht auf der Terrasse stattfinden, da gerade zu dieser Zeit ein Regenschauer niederging. Abschließend fand eine Weinprobe im Hause Metrat, Domaine La Roilette, mit Fleurie- und Girouble-Weinen statt. Dort wurde auch noch gut für das leibliche Wohl der Weinliebhaber gesorgt. Die Reisenden,die sich noch fit fühlten, wurden auf dem Rückweg vor der Destillerie Jacoulot in Romanèche abgesetzt, und der Rest wurde zu Hotel und Schwimmbad gefahren.

Bei dem interessanten Vortrag im Haus Jacoulot gab es die Möglichkeit, mehrere Marcs de Borgogne und Liköre zu probieren. Gottseidank musste anschließend keiner ins Hotel laufen, sondern der Bus war zurückgekommen, um alle abzuholen. Um 20 Uhr traf man sich zu einem sehr wohlschmeckenden Souper im Restaurant Chez la Rose in Juliénas. An diesem Abend gingen wohl die meisten etwas früher zu Bett.

Am Sonntag morgen war für 9:30 eine Weinprobe im Hause Tête in Juliénas angesetzt. Auch hier wurde die Gruppe auf das Herzlichste willkommen geheißen und bestens mit Wein und Kleinigkeiten versorgt.

Das Interesse, Weine bei den Winzern mitzunehmen, war sehr groß, doch musste Rücksicht darauf genommen werden, dass maximal 900 Flaschen eingepackt werden konnten, um den Bus nicht zu überladen.

Nachdem auch die bei Tête erworbenen Kartons verstaut war, ging es Richtung Heimat, doch war dabei noch ein kultureller/kulinarischer Zwischenstopp in Tournus vorgesehen. Im Restaurant Borgogne wartete man bereits mit einem Dreigangmenü auf uns, das allen hervorragend mundete, obwohl das letzte Essen eigentlich noch gar nicht lange zurücklag. Um 14:30 schloss sich eine mit viel Kenntnis und Engagement vorgenommene deutschsprachige Führung durch die Abtei St. Philibert und das Hôtel de Dieu an.

Um 17 Uhr begann dann die endgültige Heimreise. Während der Fahrt bedankten sich die Mitreisenden bei Praxedis Wagener mit einem Souvenir von Jacoulot und einem Brief plus Scheinchen für die gelungene Organisation. Gegen 23 Uhr kam eine müde, doch fröhliche Truppe wieder in Weinheim an.

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