Winzerkeller Wiesloch

5. Dezember: Weine aus La Palma

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Die Kurpfälzer Weinkönigin Nina Merkel präsentierte Weine vom Winzerkeller Wiesloch
(Juli 2007)

Es ist Tradition bei der Weingilde, neben bekannten Persönlichkeiten aus der Weinwirtschaft auch die weiblichen Repräsentanten der Reben in deutschen Landen einzuladen. Sie sind ehrenamtliche Botschafterinnen des Deutschen Weins, bezogen auf den Ort, die Stadt, die Region, das Gebiet oder Gesamtdeutschland. Und alle, die kamen, haben den Teilnehmern an solchen Gildeabenden interessante und frohe Stunden beschert. Schon 1979 war die Deutsche Weinkönigin von 1977/78 (Monika Faber) als Gast im Kerwehaus. Selbst die erste Weinkönigin Deutschlands überhaupt (von 1949/50) beehrte die Weingildianer 1984 im Kerwehaus.

Am letzten Gildeabend war Nina Merkel aus Großsachsen zu Gast, deren Aufgabe als Kurpfälzer Weinkönigin es ist, gemeinsam mit ihren Prinzessinnen den Wein aus dem Einzugsbereich des Winzerkellers Wiesloch (Kraichgau und nördliche Bergstraße), eben dem Kerngebiet der heutigen Kurpfalz, zu vertreten. Damit steht sie sozusagen zwischen den örtlichen und den württembergischen Weinhoheiten.

Wie zu erwarten, war das Kerwehaus bis auf den letzten Platz besetzt, zumal ihre Hoheit ein repräsentatives Gefolge aus Familie und Bekanntenkreis mitgebracht hatte. Auch Kurt Pfliegensdörfer als Vertreter des Aufsichtsrats des Winzerkellers ließ es sich nicht nehmen, „seine“ Weinkönigin zu ihrem Auftritt bei der Weingilde zu begleiten.

Natürlich sind fundiertes Wissen über die Produktwelt Wein, seine Qualitäten und seinen Genusswert Voraussetzung für dieses Amt. Wie Nina Merkel erzählte, ist während der Regentschaft voller Einsatz gefordert. Bei rund 100 Terminen war sie als Botschafterin des Weinbaus und der Weinkultur präsent. Das Engagement für den Wein brachte ihr neben vielen schönen Stunden auch unterschiedlichste Erfahrungen und Begegnungen mit interessanten Menschen. Am 7. Juli (Winzer-Kellerfest in Wiesloch) endet ihre Regentschaft. Dann wird sie „entkront“ und kann sich wieder ganz ihrem Chemie-Ingenieur-Studium in Karlsruhe widmen.

Die Weinprobe begann mit einem Begrüßungsschluck aus der Sektflasche. Ein badischer Sekt vom Weißburgunder aus Rauendorf war schon der rechte Einstieg ins Geschehen. Dann folgten drei trockene Kabinettweine vom Weißburgunder, Auxerrois und Grauburgunder aus Großsachsen, Zeuten bzw. Malsch vom Jahrgang 2005. Der folgende Riesling halbtrocken Kabinett 2005 vom Wieslocher Spitzenberg hielt, was der Name verspricht. Der Einstieg in die „Roten“ begann mit einem Kraichgauer 2005er Trollinger, dem Lieblingswein von „Papa“ Heuss, unserem ersten Bundespräsidenten. Die trockene 2003er Spätburgunder Auslese vom Lützelsachsener Rittersberg war „nicht von schlechten Eltern“, wie man zu sagen pflegt. Zum Abschluss der Probe gab es eine württembergische Spezialität, einen trockenen, im Holzfass gereiften und nachhaltigen 2005er Lemberger (auch Blaufränkisch genannt) aus der Sonderserie des Winzerkellers.

Damit endete ein interessanter und lebhafter Gildeabend für die sehr zahlreich erschienenen Weingildianer und Gäste.