Weine vom Weingut Schröder

10. Oktober: Weingut Dr. Loosen

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Edle Tropfen von dem Weinberg vor der Haustür
(Mai 2006)

Der größte Anteil der Weinerzeugung liegt an der Badischen Bergstraße in den Händen der Winzergenossenschaften. Private Weinerzeuger bearbeiten nur einen geringen Anteil der vorhandenen Rebfläche. Einer der "Privaten" ist Weingut & Obsthof Schröder in Muckensturm-Heddesheim. Verantwortlich für die Weinerzeugung ist die Winzermeisterin Judith Schmidt. Die Weinberge liegen in und um Lützelsachsen herum und gehören zur Einzellage Stephansberg. Kräftige, mit dicken Lößlagen ausgestattete Böden sowie die guten klimatischen Verhältnisse, bilden eine optimale Grundlage für die Weinerzeugung. Angebaut werden insbesondere die Reben der Burgunderfamilie wie Blauer Spätburgunder, Weiß- und Grauburgunder. Natürlich gibt es auch den klassischen Riesling und den Müller-Thurgau. Auch der Saint Laurent befindet sich im Angebot. Die Anbaufläche teilt sich auf in 60 Prozent "Rote" und 40 Prozent "Weiße"." Man könnte sagen, fast ein klassischer Mix badischer Rebkultur. Weingut & Obsthof Schröder feiert in diesem Jahr sein 250-jähriges Bestehen, denn seit 1756 befasst sich die Familie Schröder nachweislich mit dem Weinbau.

Zahlreiche Veranstaltungen sind in diesem Jubiläumsjahr geplant. So auch die Präsentation der Weine bei der Weinheimer Weingilde. Judith Schmidt brachte eine Auswahl ihrer Weine mit ins Kerwehaus und stellte sie den Weingildianern vor.

Die Probe begann mit dem 2005er Grauburgunder trocken, fruchtig (im Duft Mix von exotischen Früchten) und vollmundig im Geschmack. Der folgende trockene Riesling aus 2005, zeigte sich intensiv im Geschmack und im Duft mit Anklängen an Pfirsich und Aprikose. Fruchtig und voll im Geschmack zeigte sich danach der halbtrockene Weißburgunder mit Nuancen von Banane und Cassis in der Nase. Der Abschluss der Weißweine erfolgte mit der vollmundigen Weißwein-Cuvee der Kollektion Luisa mit einem dezenten Pfirsichton (vom Rieslinganteil).

Der Einstieg in die Rotweine begann mit dem Jubiläumswein. Ein typischer Spätburgunder aus dem Jahr 2005, aus reifen Trauben trocken ausgebaut. Im Geschmack samtig, mit Anklängen an rote Beerenfrüchte. Der Kollektion "Marlene" entstammte die folgende trockene Rotwein-Cuvee aus Spätburgunder und Saint Laurent. Ausgewogen im Geschmack und mit dezentem Kirschton.

Nachhaltig und intensiv erwies sich der nächste Wein, ein Blauburgunder (Pinot Noir) der Kollektion "Susanna" aus dem Sonnenjahr 2003. Dieser Wein wurde im Holzfass ausgebaut (nicht Barrique). Den Abschluss der Probe bildete ein Saint Laurent mit merklichem Restzuckergehalt und typischen Anklängen an Kirsche im Bukett. Damit ging eine Probe zu Ende, die zeigte, dass der Stephansberg gute Voraussetzungen für eher blumige und nicht von hohen Säurewerten belastete Weißweine und eher harmonische und nachhaltige Rotweine liefert. Sicher nicht untypisch für die badische Bergstraße in unserem Bereich. Dies entspricht auch der Philosophie von Judith Schmidt, fruchtige und harmonische Weine zu erzeugen, die auch gut verträglich sind.